Thermalanwendungen

Bild von tom

Der Betriff Therme leitet sich vom griechischen Wort “Thermos” für Wärme und vom lateinischen „thermae“ ab. Gemeint ist mit Therme meist eine Thermalquelle oder ein über einer solchen errichtetes Thermalbad, das zur therapeutischen Nutzung des Thermalwassers bestimmt ist. Unter den Römern hatte sich in alter Zeit eine regelrechte Badekultur entwickelt, denn sie hatten schnell die positiven Effekte von Thermalwasser aus der Therme auf den Organismus erkannt und speisten mit den Thermalquellen ihre (Thermal-) Baderäume, sowohl privater als auch öffentlicher Art. Thermen sind seit dem 5. Jahrhundert vor Christus nachweisbar. Die Badekultur der Römer weitete sich auf das ganze römische Herrschaftsgebiet aus und verfeinerte sich ständig. Zur Grundausstattung einer Therme gehörte ein Umkleideraum, ein Warmwasserbad, ein Abkühlraum und ein Kaltwasserbad. Beeindruckenderweise verwendeten die alten Römer damals schon eine Art früher Fußbodenheizung - auch in den Thermen. Die Gründe für die Popularität solcher Bäder im alten Rom sind vielfältig, eine große Rolle dürfte allerdings die rasch wachsende Bevölkerung gespielt haben und der damit einhergehende verstärkte Wunsch nach Möglichkeiten sich zu Waschen. Auch der therapeutische Nutzen der Therme, die positiven Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Menschen wurde bald bekannt.

Wann handelt es sich um eine Thermalquelle?

Eine Quelle wird dann Thermalquelle genannt, wenn ihre durchschnittliche Temperatur höher liegt als die durchschnittliche Jahrestemperatur ihres Standortes. Im Wasser solcher Quellen findet sich auch eine hohe Konzentration verschiedener Salze und Mineralstoffe, unter anderem auch Kohlensäure. Aufgrund der positiven Wirkung dieser gelösten und nicht gelösten Bestandteile im Wasser von Thermalquellen werden solche auch oft als Heilquellen bezeichnet und zur Therme weiterentwickelnt. Auch heute werden Thermalquellen in Thermen therapeutisch genutzt, sowohl in Kureinrichtungen sowie in Wellnesshotels, großen öffentlichen Badeanstalten und Schönheitsfarmen. Zu Thermen gehören auch die sogenannten Solebäder, die oft von großen Saunalandschaften und Pools mit Warmwasser verschiedener Temperatur ergänzt werden. Der wahrscheinlich größte Thermen-Kurort der Welt ist die ungarische Hauptstadt Budapest. Sie verfügt über mehr als 120 verschiedene Quellen und mehr als 20 öffentliche, teilweise über 450 Jahre alte Bäder und Thermen. Aber nicht nur in Ungarn, Italien und anderen europäischen Ländern hat das Thermalbaden eine lange Tradition, es wird nachgesagt, dass auch die alten Japaner früh um die wohltuende Wirkung des Thermalwassers wussten und die therapeutische Wirkung in ihren Thermen genutzt haben sollen.

Der Whirlpool

Der Whirlpool ist ein Inbegriff der Entspannung mit Hilfe von Wasser und darf bestimmt in keinem Wellnessbereich fehlen. Es handelt sich im Wesentlichen hier um eine Wanne egal welcher Form, die mit unterschiedlichen Düsen und Ausgängen kraftvolle, regulierbare Wasserstrahlen erzeugt werden, zusätzlich kann Luft zugeführt werden, um die Wasserbewegung im Whirlpool zu verstärken. Whirlpools werden zur Entspannung und zu therapeutischen Zwecken genutzt, und kaum jemand kann dem Gedanken an das warme, sprudelnde Wasser widerstehen – besonders angenehm, speziell im Winter, sind die Modelle, die man im Freien nutzen kann. Wenn die Temperatur des Wassers konstant warm gehalten wird, kann man im Whirlpool die frische Winterluft atmen, ohne zu frieren. Whirlpools eignen sich zur begleitenden Therapie bei Erkrankungen wie Rheuma, Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes, Osteoporose, Asthma und Schlafstörungen. Stoffwechsel und Blutkreislauf können angeregt werden. Wer unter chronischen oder akuten Krankheiten leidet sollte jedoch immer vor Benutzung eines Whirlpools einen Arzt konsultieren.

Variationen des Whirlpools
Der Whirlpool hat auch noch weitere Namen und Erscheinungsformen. Der bekannteste andere Begriff ist wohl Jacuzzi, abgeleitet von seinem Erfinder Roy Jacuzzi. Die Jacuzzi Brüder, italienische Einwanderer (in den USA), fertigten 1956 eine portable Hydrotherapie Pumpe für therapeutische Zwecke und ebneten so dem Whirlpool den Weg. 1968 dann konstruierte Roy Jacuzzi den ersten Whirlpool mit Düsen und einer voll in das System integrierten Pumpe. Ein anderer Begriff ist HotTub (engl. für heiße Wanne, heißes Fass), einem Vorläufer des heutigen Whirlpools, der früher tatsächlich aus in der Mitte auseinander gesägten Fässern gemacht worden war. Die Geschichte des Whirlpools allerdings reicht zurück bis in die Zeit der alten Griechen und v.a. Römer, die damals schon heiße Quellen für ihre Baderäume nutzten, weil sie um die Heilkraft des warmen Wassers wussten. Aus dieser Zeit und damit aus dem Lateinischen stammt auch der Begriff „Spa“, ein anderes Wort für Hydrotherapie-Anwendungen – „sanus per aquam“, gesund durch Wasser.

Ein Whirlpool für das Zuhause?

Wer sich nicht gleich einen Whirlpool zulegen möchte oder kann, oder nicht ständig ein Bad oder ein Wellnesshotel aufsuchen möchte, muß auf das sprudelige Wohlgefühl nicht verzichten – es gibt auch die sogenannten Whirlwannen, Geräte, die in jede haushaltsübliche Badewanne installiert werden können – und schon ist das Wasservernügen perfekt! Einfach in den eigenen Whirlpool reinsetzen, und die Winterkälte draussen vergessen!

Noch keine Bewertungen vorhanden