Sugaringanleitung

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Haarentfernung mit Zuckerpaste

Wer kennt es nicht – das lästige Wachsen oder Rasieren der Beine und dann auch noch das Nachwachsen der Stoppeln! Immer lauter werden die Rufe nach neuen Enthaarungsmethoden der Haut. Dabei gibt es eine Methode die aus dem Orient zu uns gekommen ist. Schon Kleopatra soll ihre Haare mit dieser Methode entfernt haben. Dabei handelt es sich um das sogenannte Sugaring. Beim Sugaring handelt es sich um eine Enthaarungsmethode, bei der die lästigen Körperhaare mit einer Zuckerpaste aus der Haut gezogen werden. Im Prinzip handelt es sich dabei um das klassische Epilieren, jedoch werden keine Geräte oder Wachsstreifen benötigt. Lediglich der Zucker soll für das Festhaften der Haare sorgen. Haben sich die Härchen einmal mit dem Zucker verklebt, so sollen sie mittels dieser Paste herausgezogen werden. Als Vorteil ist außerdem anzusehen, dass keine Stoffstreifen etc. zum Enthaaren gebraucht werden.

SugaringDas Sugaring Rezept

Stöbert man im Internet, so gibt es zahlreiche Rezepte rund um das Sugaring. Hauptbestandteile der Sugaringpaste ist Zucker und Zitronensaft. Zucker ist sozusagen das Element, dass die Haare verkleben lässt und Zitrone soll dafür sorgen, dass die Haare nicht zu schnell nachwachsen. Nun aber zu den Zutaten der Sugaring Paste:

Zutaten Sugaring Paste:
7 EL Puderzucker oder Zucker
1 EL Zitronensaft
1 EL Wasser

Die Zutaten werden nun in einem Topf vorsichtig erhitzt. Der Zucker löst sich dabei auf und fängt während des Kochens an zu schmelzen. Rühren Sie die Zuckerpastete stetig um, bis die Zuckerpaste eine goldgelb wird. Der Topf kommt nun vom Herd, damit die Sugaringpaste nicht weiter anbrennt. Ich persönlich fülle dann die Zuckerpaste in einen Becher oder ein verschließbares Gefäß. Zudem sollte sie vor der Anwendung abgekühlt sein, um Verbrennungen zu vermeiden. Heiße Zukerpasten können schwere Verbrennungen verursachen vorsicht! Es ist nicht leicht die richtige Konsistenz zu finden. Achten Sie darauf - je heller desto besser und flüssiger die Zuckerpaste. Bei der Haarentfernung bevorzuge ich eine festere Konsistens, die sich leider etwas schwieriger aus dem Becher entnehmen lässt. Der Vorteil ist jedoch, dass sie beim Abziehen nicht so schnell reißt, wie eine weiche Zuckerpaste. D.h. die Sugaringpaste kann im festeren Zustand besser abgezogen werden.

Bevor es an die Haarentferung mit dem Sugaring geht....

  • Reinigen Sie die zu enthaarenden Stellen, damit die Zuckerpaste gut an den Haaren haften kann - Sie können auch die Haut auch einfach mit einem Aftershave entfetten

  • Pudern Sie die Haut anschließend mit einem Talkumpuder

  • Zu kurze Härchen lassen sich nicht entfernen, achten Sie auf genügend Länge. Die Mindestlänge bei der Haarentfernung mit der Zuckerpaste beträgt 1,5 mm

  • in entgegengesetzter Richtung auftragen mit der Haarwuchsrichtung abziehen

Die Sugaring-Anleitung


Die Haarentfernung mit der Zuckerpaste ist nicht schwierig. Ich selbst konnte schon beim ersten Versuch erste Erfolge erzielen. Wichtig ist, wie oben beschrieben, dass die zu enthaarenden Körperregionen desinfiziert sind, um spätere Infektionen zu vermeiden. Auch die Hände sollten desinfiziert sein - oder Sie benutzten saubere Einweghandschuhe. Nehmen Sie soviel Zuckerpaste in die Hand, wie Sie brauchen. Kneten Sie diese gegebenenfalls. Die Sugaringpaste sollte weich, fast streichfähig sein. Streichen Sie die Sugaringpaste entgegen der Haarwuchsrichtung in die Haut ein, die enthaart werden soll. Nun geht es an die eigentliche Enthaarung mit der Sugaringpaste. Beim Abziehen der Zuckerpaste sollte die Haut nach Möglichkeit straff gezogen sein – ziehen Sie dabei ruckartig die Sugaringmasse von der Haut ab. Ein und die selbe Paste kann mehrmals verwendet werden. Kneten Sie diese jedoch nach der letzten Enthaarung kurz durch, um die soeben entfernten Haare in die Paste einzukneten. Auch kleine Reste können in die Paste miteingearbeitet werden. Je länger man mit einer Zuckerpaste enthaart, desto weicher wird die Paste. Ist sie zu weich zum Enthaaren, in dem sie an der Haut hängen bleibt, erneuern Sie diese durch eine neue Zuckerpaste. Die Sugaringpaste erinnert an eine Mischung aus Wachs und Honig. Der Vorteil des Sugaring ist: man entfernt auch alte Hautschüppchen und die Haare wachsen von mal zu mal feiner nach. Auch gibt es keine lästigen Stoppeln mehr.

 

Die Nachbehandlung

Nach dem Enthaaren mit der Zuckerpaste ist die Haut ersteinmal etwas gereizt. Falls beim Zupfen die Haut an der einen oder anderen Stelle blutet, empfehle ich ein mildes Aftershave auf diese Stellen aufzutupfen, um spätere Infektionen zu vermeiden. Es wird zudem empfohlen die enthaarten Stellen sofort mit kaltem Wasser abzuduschen - um die Stellen zu kühlen und damit die Poren sich verschließen. Außerdem wird empfohlen die Haut nach dem Sugaring lediglich mit Aloeverasaft einzutupfen. Ich selber habe mir ein Afterbalm d.h. eine Milk, die ebenfalls nach der Rasur beruhigend wirkt, auf die Stellen eingetupft. Es ist auch von Vorteil, wenn man ein bis zwei Tage nach dem Enthaaren mit der Zuckerpaste diese Stellen mit einem Peeling bearbeitet, so werden die enthaarten Poren und Talgdrüsen vor Infetionen durch eingewachsenen Haare geschützt. Sollten Sie zu eingewachsenen Haaren neigen, die sich entzünden, so wird geraten mehr zu trinken. Denn speziell, wenn die Haare wieder nachwachsen, und durch die Haut durchstoßen, kann es passieren, dass sich diese enthaarten Stellen erneut entzünden können. Ein regelmäßiges Peeling kann hier Abhilfe schaffen. Lesen Sie dazu auch die Rezeptur über das Zuckerpeeling, welches eine optimale Ergänzung zum Sugaring darstellt.

 

Erfahrungen mit Sugaring

Für mich war das Sugaring eine neue Art der Haarentfernung. Ich finde es auf jeden Fall angenehmer als Kaltwachsstreifen, obwohl die Methode ähnlich ist. Durch das Einmassieren der Paste finde ich jedoch, dass die Haare besser an der Sugaringpaste hängen bleiben als auf dem Wachsstreifen. Sehr positiv war für mich auch der Bikinibereich - Rasieren ist an dieser Stelle für mich absolut schmerzhaft und verursacht unmittelbar nach dem Rasieren Entzündungen. Anders beim Sugaring. Die Stelle war nach dem Enthaaren auch rot, aber über die Nacht klang diese Entzündung größtenteils ab und übrig blieb eine streichelzarte Haut ohne Irritationen. Leichte Reizungen hatte ich hingegen auf meinen Unterarmen.

 

Sugaring, Rasieren oder Entwachsen?

Ich finde das Sugaring ist eine wunderbare Methode sich selber zu enthaaren. Für mich eine absolute Alternative zum Rasieren oder Entwachsen. Welche Methode jedoch zu wem passt, muss jeder für sich entdecken. Bei mir zum Beispiel treten gerade nach dem Entwachsen Probleme auf. Ich hoffe, dass sie sich mit dem Sugaring umgehen lassen.

 

Foto: © Ruslan Olinchuk - Fotolia.com

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