Sauna, Dampfbad oder Sanarium?

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Wärmeanwendungen sind aus der Wellness nicht mehr wegzudenken. Diese sind sehr unterschiedlich und können den Körper positiv beeinflussen. Selbst in der Krebstherapie gibt es sogenannte Thermotherapien, die darauf beruhen durch den Einsatz großer Wärme positiv auf den Körper einzuwirken. Man kann aber auch den Kreislauf, die Durchblutung und das allgemeine Wohlbefinden durch andere wärmende Anwendungen begünstigen. Selbst in heimischen Umfeld kann man sich eigene Möglichkeiten schaffen, den Körper mit Wärme zu behandeln. Zu den gängigen Anwenungsmöglichkeiten von Wäre gehören:

Die Sauna als Wohlfühl-Faktor

Ein eiskalter, grauer und feuchter Wintertag, die Erkältung lauert, Hände und Füße sind blaugefroren – was gibt es schöneres als einen Saunagang! Eine wahrhaft herzerwärmende Vorstellung! Saunieren kann sich positiv auf das vegetative Nervensystem auswirken, das Immunsystem fördern und stärken, vor allem in der kalten Jahreszeit! Das schöne am Saunieren ist, dass es Aussehen des Hautbildes begünstigen kann. Außerdem kann das Schwitzen den Körper entschlacken und sich positiv auf den ganzen Körper auswirken. Auch die Hautalterung kann durch das Saunieren verlangsamt werden, die Haut reagiert mit der Weitung von Blutgefäßen durch die erhöhte Temperatur. Viele Haushalte besitzen inzwischen eine eigene Sauna (in Finnland sehr sehr viele), und noch mehr wünschen sich eine – verständlich. Aber was genau ist eine Sauna?

Der Aufbau einer Sauna

Die Sauna besteht im wesentlichen aus einem Raum, der hauptsächlich aus Holz gebaut ist. Wichtigster Bestandteil ist natürlich der Saunaofen, der für die nötige Temperatur von 80 bis 100°C , manchmal auch mehr, sorgt. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit werden Wassergüsse auf heiße Steine getätigt, manchmal werden dem Wasser ätherische Öle zugesetzt. Man sitzt auf hölzernen Abstufungen, wobei es auf den oberen Stufen deutlich heißer ist als auf den unteren Bänken. Ziel ist es, während des Schwitzvorgangs die Körpertemperatur auf 39°C zu erhöhen. Diese Erhöhung der Körpertemperatur soll ein künstliches Fieber im Körper simulieren, welches einen ebensolchen Effekt hat wie ein echtes Fieber, nämlich die Zerstörung von Krankheitserregern bewirken soll. Ein Kaltbad nach dem Saunagang soll den Abhärtungseffekt noch verstärken, nämlich durch Anregung des Immunsystems und des Kreislaufs. Natürlich ist es ratsam, während des Saunierens viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Die Ursprünge der Sauna

Die Finnen schätzen angeblich auch das sogenannte Saunabier, obwohl Alkohol in der Sauna ansonsten verpönt ist. Abwandlungen der finnischen Sauna sind das türkische Hamam und die russische Banja, die vor allem für Politiker zur Pflege von Kontakten sehr wichtig wein soll. Natürlich gibt es noch weitere Varianten der Sauna, wie zum Beispiel die finnische Rauchsauna, die finnische Blockhaussauna, das irische Dampfbad, die indianische Schwitzhütte, die jedes Mal neu gebaut wird, des weiteren das moderne Dampfbad, für Menschen mit Kreislaufproblemen oft besser geeignet als die traditionelle Sauna, die Biosauna, sowie das Tylarium, welches eine Kombination aus traditioneller Sauna und Dampfbad ist. Gesund soll das Saunieren sein, und es ist bestimmt für jeden Geschmack die passende Sauna-Variante dabei!

 

Infrarotkabine

Die Infrarotkabine ist immer mehr im Kommen! Woran liegt das? Zum einen ist die Betriebstemperatur einer Infrarotkabine niedriger als in einer Sauna. Zum anderen werden Infrarotkabinen immer mehr in den Baumärkten angeboten. Da sie relativ klein ist – verglichen mit einer Sauna, findet sie auch im Eigenheim Platz. Die Größe der Infrarotkabine beträgt ca. 1 bis 2 qm. Die Auskleidung des Raumes ist aus Holz gestaltet. Somit wird ein naturnaher Bezug geschaffen.

Das Wirkprinzip der Infrarotkabine

Die Temperatur in der Infrarotkabine, die auf den Körper einwirken kann liegt bei ca. 50° C. Vorteilhaft ist, dass die Infrarotkabine nicht wie eine Sauna vorgeheizt werden muss, da die infrarote Strahlung direkt auf der Haut entsteht. Die Anwenungsbereiche sind sehr vielseitig und sollten nicht unterschätzt werden. Denn der Besuch einer Infrarotkabine kann sich positiv auf Kreislauf, Muskulatur, Stoffwechsel, Gelenke und Immunsystem auswirken. Die Infrarotkabine kann mit Farb-Licht kombiniert werden. Dafür wird in der Infrarotkabine ein Wechsellicht installiert, welches für unterschiedliches Stimmungslicht sorgt. Menschen, denen die klassische Sauna zu heiß ist, können eine Infrarotkabine als Alternative heranziehen. Dennoch sind Sauna und Infrarotkabine nicht direkt miteinander vergleichbar und sollten stets als gegenseitige Ergänzung zueinander betrachtet werden. In der Wellness hat die Infrarotkabine ihren festen Stellenwert erkämpft. Immer mehr Wellnesshotels und Saunen bieten neben der klassischen Sauna auch eine Infrarotkabine an, die gerne von den Gästen ausprobiert wird. Medizinische Aussagen in diesem Zusammenhang sind weder beabsichtigt noch möglich!

 

Das klassiche Dampfbad

Besonders im Winter ist das Dampfbad eine Bereicherung für das Wohlbefinden des Körpers. Denn die endlosen nasskalten Tage können eine Strapaze für den angeschlagenen Körper und das Immunsystem sein. Besonders, wenn Erkältungskrankheiten kursieren, ist ein Dampfbad ein Ort der Erholung. Das Dampfbad wird vielerorts auch als Römisches Bad bezeichnet. Es hat eine Temperatur um die 40° C und eine Luftfeuchtigkeit von ca. 90 %. Daher ist ein Dampfbad besonders bei Erkältungskrankheiten ideal, da der warme Dampf direkt in die Bronchien vordringen kann. Eine Alternative des Dampfbades für zu Hause ist Inhalieren des Dampfes über einer Schüssel heißem Wasser. Natürlich ist die Inhalation viel heißer als der Dampf im Dampfbad. Das Prinzip ist jedoch das Gleiche.

Wie badet man im Dampfbad?

Das Dampfbad ist jedoch ein richtiges Bad – meistens ist der Raum komplett gefliest, da es einer großen Luftfeuchtigkeit und Hitze stand halten muss. Es gibt aber auch handelsfertige Varianten eines Dampfbades für zu Hause, die als Komplettelement im Eigenheim eingebaut werden können. Solche Dampfkabinen sind aus Kunststoff oder ähnlichem. Die Wirkung des Dampfbades oder auch Römischen Bades kann vor allem die Reinigung und Entspannung des Körpers sein. Die Flüssigkeitszirkulation im Gewebe kann angeregt werden, daher kann auch der Kreislauf gestärkt werden. Das Dampfbad wird vor allem in Kombination mit Aromaölen angewendet. Demnach riecht der Dampf in der Dampfsauna nicht nur nach Wasser, sondern je nach Jahreszeit nach Obst oder verschiedenen Kräutern. Im Winter sind vor allem Zitrusdüfte und Euklyptusaromen populär, die auf den Körper desinfizierend wirken können. Medizinische Aussagen in diesem Zusammenhang sind weder beabsichtigt noch möglich!

Das Sanarium als Alternative zur Sauna

Wem die klassische finnische Sauna zu heiß und das Dampfbad zu feucht ist, kann das Sanarium für sich entdecken. Denn das Sanarium ist nicht so heiß wie eine gewöhnliche Sauna und nicht so feucht wie ein Dampfbad. Es hat eine Betriebstemperatur von ca. 50° C und eine Luftfeuchtigkeit von 50 %. Mit diesen Durchschnittswerten ist das Sanarium eine sehr milde Anwendung für empfindliche Gemüter.

Der Aufbau eines Sanarium

Das Innenleben eines Sanariums ist wie bei einer Sauna aus Holz gestaltet. Wenn Sie der stolze Besitzer einer eigenen Sauna sind, dann können sie zur Abwechslung auch ein Sanarium aus Ihrer Sauna machen. Die Badezeit eines Sanariums beträgt ca. 20 Minuten, da die Betriebstemperatur so gering ist. Der Besuch eines Sanariums kann sich positiv auf den Kreislauf und Stoffwechsel auswirken. Menschen mit Bluthochdruck sollten den Besuch eines Sanariums nicht scheuen, da dieser nachhaltig begünstigt werden kann. Besonders angenehm ist die Kombination des Sanariums mit Farblicht – die mit einer Lichttherapie gleichgesetzt werden kann. Außerdem spielt auch der Duft im Sanarium eine wichtige Rolle! Denn im Sanarium verdampft der Aufguss nicht so schnell wie in einer klassischen Sauna. Somit kann die Aromatherapie gezielt im Sanarium angewendet werden. Das Sanarium als Softsauna bietet somit mehr Möglichkeiten, als man als Laie denkt. Wenn Sie sich für die Wärmeanwendungen in der Wellness interessieren, dann sollten sie auf jeden Fall die Erfahrung mit einem Sanarium machen. Medizinische Aussagen in diesem Zusammenhang sind weder beabsichtigt noch möglich!

Das Solarium

Gebräunte Haut gilt als gesund aussehend und schön, auch wenn des den Begriff der “noblen Blässe” immer noch gibt, so ist es trotzdem vielen Menschen wichtig, eine gewisse regelmäßige Grundbräune - zum Beispiels durchs Solarium - auf der Haut zu erhalten. Ist der Sommer und damit die große Sonneneinstrahlung vorbei, greifen manche Konsumenten dann zu Selbstbräunern, kosmetischen Produkten, welche der Haut eine vorübergehende Tönung bringen, vor allem dann, wenn man zu den eher hellen Hauttypen gehört, die eher schlecht bräunen.

Viel beliebter ist bei vielen Menschen jedoch der Gang zum Solarium, entweder zu Hause oder in sogenannten Sonnenstudios. „Solarium“ ist ein lateinischer Begriff und leitet sich von „Sonne“ ab. Ein Solarium als solches ist eine sogenannte Sonnenbank, eine technische Einrichtung zur Bestrahlung des Körpers mit UV-Licht, in den besagten Sonnenstudios sogar von beiden Seiten (also von oben und unten). Damit wird eine Veränderung bzw. Intensivierung der Hautbräunung aus kosmetischen Gründen bezweckt. Ein Solarium besteht aus einer künstlichen UV-Strahlenquelle, optischen Komponenten wie Filtern und Reflektoren und einem mechanischen Aufbau mit festgelegter Nutzfläche. Entscheidende Bewertungsgröße eines Solariums ist die erythemwirksame Bestrahlungsstärke Eer auf der Nutzfläche.

Der Umgang mit dem Solarium ist mit Vorsicht zu genießen, die Bräunungszeiten im Solarium müssen ebenso streng beachtet werden wie der jeweilige Hauttyp des Konsumenten, weil sonst Hautschädigungen bis hin zu Hautkrebs drohen können. Viele Menschen nutzen das Solarium trotzdem gerne, und es ist unbestritten, dass sie zum Teil auch zur Behandlung von Hautkrankheiten wie Akne o. ä. genutzt werden können. Auch die Wärme im Solarium wird von vielen als angenehm empfunden. Ebenso versuchen manche Menschen, mit den Besuchen im Solarium einer sogenannten Winterdepression entgegen zu wirken. Hierfür ist das Solarium jedoch das falsche Mittel, um den Lichtmangel in der dunklen und kalten Jahreszeit wirksam auszugleichen, werden sogenannte Tageslichtlampen benutzt.

Ein Solarium gibt es wie schon erwähnt nicht nur in Studios, sondern auch für den Hausgebrauch zu kaufen. Die Sonnenbänke sind meist zusammenklappbar und über einer geeigneten Unterlage aufzustellen. Auch bei einem gekauften Solarium sollten die Angaben des Herstellers unbedingt strengstens beachtet werden, um Hautschäden vorzubeugen. Wie bei so vielem anderen gilt auch hier ganz besonders das Motto „alles in Maßen".

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