Rosenöl selbst gemacht

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Rosenöl war seit jeher ein sehr begehrtes Öl. Man sagt der Rose nach, sie wäre die erste Pflanze, die wegen ihrem Duft destilliert wäre. Vor allem im persischen Reich waren Rosen sehr begehrt und wurden auf den Kriegszügen nach Bulgarien gebracht. Der Rosenduft hat ein sehr intensives Aroma. Es ist teifgründig, süß und blumig. Es gibt Rosenöl, das aus Rosen aus Marokko, der Türkei oder Frankreich gewonnen wird. Das begehrte und teure Rosenöl jedoch stammt aus Bulgarien, wo die Rosenölproduktion eine lange Tradition hat. Dort wachsen Rosen zur Rosenölherstellung vor allem im Gebirge, wo sie zu Morgengrauen geerntet und schließlich sofort destilliert werden, um die größte Ölausbeute zu erzielen.

 

Das Wesen des Rosenöls

Rosenöl galt lange Zeit als Symbol für Reinheit und Liebe. Noch heute schenken sich Liebende Rosen – auch auf Hochzeiten werden Blüten von Rosen verstreut. Zudem soll die Rose in der Meditation und im Gebet förderlich sein. Lange Zeit wurden Heilsalben aus Rosenöl hergestellt. Speziell bei Lungenkrankheiten sollen Rosensalben gesundheitsfördernd gewesen sein. Auch in den Auch die Früchte der Rosen – die Hagebutten – sind gesundheitsfördernd, denn sie enthalten eine Menge an Vitamin C. 

Die Eigenschaften von Rosenöl

Rosenöl werden bestimmte Eigenschaften nachgesagt. Dazu heißt es Rosenöl wirkt
antiseptisch, bakterizid, blutreinigend und -stillend, abführend, aphrodisisch, entzündungshemmend, galletreibend, leberstärkend, milzstärkend, harntreibend, krampflösend, menstruationsfördernd und magenwirksam. In der Schwangerschaft ist aufgrund der menstruationsfördenden Eigenschaften beim Rosenöl Vorsicht geboten.

Auch auf den Geist und die Seele kann sich der Duft von Rosenöl positiv auswirken, denn Rosenöl hat ausgleichende Wirkungen auf unsere Gefühle. Das bezieht sich speziell auf Wut, Eifersucht aber auch auf Depressionen und Sorgen. Rosenöl vermag den Lebesmut zu stärken und nervöse Spannungen und Stress abzubauen. Der vor allem feminine Duft vermag insbesondere Frauen zu stärken und ein positives Selbstwertgefühl zu vermitteln. Auch in der Hautpflege wird gerne Rosenöl eingesetzt. Denn Rosenöl vermag trockene, empfindliche Haut besonders schonend zu pflegen. Rosenöl wirkt auf die Haut belebend und lindert Entzündungen. Zudem soll es auch bei geplatzten Äderchen hilfreich sein, da es die Gefäße zusammenzieht und so Rötungen besser abklingen.

Kostenfaktor beim Rosenöl

Wenn man die Vorteile des Rosenöls vor sich sieht, so möchte man auch selber in den Genuss des Rosenöls kommen. Leider ist Rosenöl recht teuer. 100 ml des begehrten Rosenöls kosten zwischen 2000,- und 1500,- €. Das ist ein stolzer Preis, den nicht jeder Durchschnittsverdiener für etwas Rosenöl hinlegen möchte. Wer jedoch seine Ansprüche auch etwas zurückschrauben kann und sich mit einem selbstgemachten Rosenöl zufrieden gibt, der kann folgende Anleitung zum Rosenöl selber machen zu Hause ausprobieren.

Anleitung: Rosenöl selber machen

Zutaten zum Rosenöl selber machen:

  • ein neutrales Pflanzenöl (z.B. Mandelöl, aber auch alle anderen geruchsneutralen Öle)
  • Rosenblüten, handvoll (getrocknet oder frisch)
  • Ein verschließ- verschraubbares Glas (je größer desto besser mit ca. 400 ml Inhalt)
  • Mörser, Messer

Anleitung zum Rosenöl selber machen
Nicht zu jeder Jahreszeit kommt man an frische Rosenblüten heran. Hat man nicht die Möglichkeit die Rosenblüten frisch im Garten abzuernten, so muss man auf getrocknete Rosenblüten zurückgreifen, die man entweder selber im Garten auf Vorrat geerntet hat, oder welche man in der Apotheke erhalten kann. Haben sie frische Rosenblüten, so zerkleinern Sie  diese mit einem Haushaltsmesser in kleinere Stückchen und füllen diese in das zu verschließende Haushaltsglas. Haben Sie nur getrocknete Rosenblüten zur Hand, so zerstampfen sie die Blüten in einem Mörser.  Füllen Sie das Glas locker mit diesen Blüten aus. Ist das erledigt, so übergießen Sie nun die Rosenblüten mit dem Pflanzenöl. So, dass alle Blüten komplett abgedeckt sind. Verschrauben Sie das Glas gut und stellen es an einen dunklen Ort. Einmal täglich sollten Sie die Mischung gut durchmischen. Ich empfehle die Blütenblätter mindestens ein bis zwei Monate in dem Öl stehen zu lassen. Nach dieser Zeit sollte man die Rosen- Ölmischung in einen verschließbaren Mixer füllen. Lassen Sie in dem Mixer die Rosenblüten komplett zerkleinern. Ist das geschehen, so füllen Sie nun erneut die Rosen-Öl-Mischung in das verschließbare Glas und lassen es erneut „ziehen“. Nach einigen Tagen können Sie die Blüten abseihen. Zuerst sollten Sie die Mischung durch ein Sieb abgießen, anschließend die Blüten nochmals in ein Tuch gießen und kräftig ausdrücken bzw. auspressen. Auf diese Weise kann man das Öl direkt aus den besser Blüten extrahieren. Zum Schluß müssen Sie das Rosenöl durch einen Kaffeefilter filtern, um alle Rückstände aus dem Öl zu entfernen. Fertig ist das selbst gemachte Rosenöl. Dieses Rosenöl eignet sich weniger für Duftlampen, weil es nicht so intensiv ist, wie reine ätherische Öle, vielmehr ist es für eine rosig, blumige Massage geeignet.

Foto: Marigold - Fotolia

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