Naturkosmetik selber machen

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Der fortwährende Klimawandel und die stetig steigende Umweltbelastung lassen Hautirritationen und Allergien immer mehr zunehmen. Die Anzahl empfindlicher Hauttypen steigt nachhaltig und die Warteräume der Dermatologen füllen sich mit Patienten, die mit Hautproblemen unterschiedlicher Ursachen zu kämpfen haben. Für einen Großteil der Hautprobleme sind Substanzen aus handelsüblichen Hautpflege- und Kosmetikprodukten verantwortlich. Denn allein schon die als Konservierungsmittel eingesetzten Parabene in chemisch hergestellten Kosmetika stehen in Verdacht, Allergien und sogar Gewebeveränderungen zu begünstigen. Auch handelt es sich bei den verwirrenden Bezeichnungen Paraffinum, Liquidum oder Petrolatum schlichtweg um Inhaltsstoffe auf Erdöl-Basis, was für die Hersteller eine kostengünstige Produktion gewährleistet, nicht aber die Gesundheit der Haut fördert.

Kosmetik ohne Erdöl, Silikone & Co.
Dies alles sind Gründe genug, um die eigenen Pflegeprodukte einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und nach Alternativen zu suchen. Viele Anbieter haben diesen generellen Trend erkannt und bieten reine Naturkosmetik an. Diese hat den Vorteil, dass sie aus natürlichen, pflanzlichen und ökologisch wertvollen Substanzen besteht und somit das Allergierisiko drastisch reduzieren kann. Hochwertige Rohstoffe und etwaige Qualitätssicherungs- oder Zertifizierungsverfahren machen die Serienproduktion von Naturkosmetik jedoch kostenintensiv, sodass gute Produkte für den Verbraucher recht teuer sind. Auch Verbraucher sind mittlerweile hellhörig geworden und betrachten die Inhaltsstoffe und Konzentrationen auf den Kosmetikpackungen ganz genau. Denn auch hier kann schließlich mit niedrigen Dosierungen wertvoller Pflanzenöle nicht unerheblich gespart werden. Wer also auf der ganz sicheren Seite sein möchte, macht seine Naturkosmetik selbst.

Naturkosmetik im Do-it-yourself-System!
Bei selbst gemachter Naturkosmetik weiß jeder, was drin ist, wie sie wirkt und wie sie riecht. Beim Selbermachen von Cremes, Lotion, Shampoos und Pflegekuren können sowohl Wirkungsweise als auch Pflegeintensität und Lieblingsduft über die Inhaltsstoffe reguliert werden. Auch stammen die dafür genutzten Rohstoffe aus dem heimischen Kühlschrank, dem Garten oder werden einfach in der Apotheke gekauft. Es spricht also nichts dagegen, sich seine eigene Kosmetik mit den Kräften der Natur anzufertigen. Herd, Kochlöffel und der Mörser helfen dabei, die natürlichen Komponenten in Kosmetik- und Pflegeprodukte der Extraklasse zu verarbeiten, die sich sowohl für den verwöhnenden Eigenverbrauch als auch als fürsorgliches Geschenk eignen.

Inhaltsstoffe aus Küche, Garten & Co.
Bei selbst gemachter Naturkosmetik kommen Rohstoffe zum Einsatz, die viele aus der Küche und der direkten Umgebung kennen. Ähnlich wie bei der Naturheilkunde gilt auch hier die Redewendung, dass gegen jedes Übel ein Kraut gewachsen ist und dass sich die Natur selbst zu helfen weiß. So fängt dies schon bei den Honigbienen an, die ihren Stock mit dem Propolis genannten Kitharz vor Bakterien und Pilzsporen schützen und ihre Bienenkönigin ausnahmslos mit dem energiereichen Gelee Royale ernähren. Kein Wunder, dass Propolis und Gelee Royale gemeinsam mit pflegendem Honig und Bienenwachs zu den oft verwandten Inhaltsstoffen bei der Herstellung von Naturkosmetik zählen. Die Zitrone hingegen gilt schon lange als beliebtes Hausmittelchen gegen Flecken oder Verfärbungen. Allerdings trägt sie bei selbst gemachter Naturkosmetik auch dazu bei, dass die Haut nachhaltig mit Vitaminen versorgt wird und Hautunreinheiten keine Chance haben. Auch die Nachbarn der Zitrone aus Kühl- und Küchenschrank können bei selbst gemachter Naturkosmetik Anwendung finden, was die nachfolgenden Rezepte rund um Salz, Quark, Gurken & Co. zeigen.

Exoten, Kräuter und Öl!
Exotische Pflanzen wie die Aloe vera sind vielen schon hinlänglich aus verschiedenen Kosmetikprodukten bekannt. Die positiven Eigenschaften der ursprünglich auf der arabischen Halbinsel angesiedelten Pflanze werden sich in Konzentratform beim Selbermachen von Naturkosmetik zunutze gemacht. Dennoch ist es immer ratsam, auch einer Pflanze auf der heimischen Fensterbank ein sonniges Plätzchen zu gönnen, um Sonnenbrand und Mückenstichen mit frischem Pflanzensaft zu Leibe zu rücken. Über frische oder getrocknete Kräuter und wertvolle Öle aus Mandeln, Oliven oder Lavendel wird der Haushalt sowieso in Kürze verfügen, denn das Selbermachen von Naturkosmetik ist mit den auf den folgenden Seiten präsentierten Rezepten nicht nur sinnvoll, sondern wird automatisch auch zum neuen Lieblingshobby!

Inhaltsstoffe selber wählen
Die Zahl der Menschen, die allergisch auf die verschiedenen Inhaltsstoffe in synthetisch hergestellten Kosmetika reagiert, nimmt immer mehr zu. Fette aus Erdölchemie, Stabilisatoren und Konservierungsstoffe können die Haut reizen.Deshalb entscheiden sich gerade Allergiker und Menschen mit sensibler Haut für Naturkosmetik.Hier entsteht oft der Wunsch die Naturkosmetik selber zu machen.Aber auch diejenigen, die sich bewusster mit den Pflegestoffen auseinandersetzen, welche sie mit ihrer Haut in Berührung bringen, finden in der Naturkosmetik ein alternatives Schönheitsversprechen – und das im grünen Bereich.

Von den Inhaltsstoffen selbst gemachter Naturkosmetik, wie Kamillenblüten, Rosenwasser oder Distelöl, hat man vielleicht bereits gehört.Schwieriger wird es allerdings bei der eigentlichen Zusammensetzung.Anfängern empfiehlt sich, zuerst einfachere Rezepte auszuprobieren, bevor man sich an das aufwendige Anrühren von Cremes mit all ihren Emulatoren, Wachsen und Fetten wagt.Es klingt verlockend Naturkosmetik selber zu machen.Aber ganz so einfach ist es dann auch wieder nicht.

Naturkosmetik selber machen

Ein schnelles, selbst gemachtes Massageöl gegen Verspannungen mischt man z.B. aus folgenden Zutaten: 30 Milliliter Pflanzenöl (Mandel oder Olive), 4 Tropfen Petitgrain, 8 Tropfen Neroliöl, 3 Tropfen Orangenöl.Die ätherischen Öle sind aus der Apotheke oder dem Fachhandel zu beziehen.

Abhilfe bei Stress verspricht eine Bademischung aus 3 Tropfen Lavendelöl, 2 Tropfen Basilikumöl und einem Tropfen Zitronenöl. Die ätherischen Öle werden, bevor man sie ins Badewasser gibt, in einer Tasse Milch verrührt.

Auch gegen Schuppen ist ein Kraut gewachsen
50 Gramm Lupinensamen, 30 Gramm Frauenhaarblätter und 30 Gramm Weidenrinde (alles aus der Apotheke) kocht man 10 Minuten in einem Liter Wasser.

Mit dem Sud wäscht man sich täglich zwei Wochen lang die Haare. Aber ob Naturkosmetik wirklich schöner macht, erfährt man nur durch Ausprobieren.Also in die Hexenküche und selber machen.

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