Massageöl selber machen

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Massageöl selber machenWarum nicht mal ein Massageöl selber machen? Die Vorteile liegen auf der Hand – man kann die Zusatzstoffe so wählen, wie man das Massageöl gerne hätte. Es sind keine versteckte Inhaltsstoffe darin enthalten, auf der Körper allergisch reagiert – und man kann es sich nach dem eigenen Geschmack zusammensetzen. Zumal sind den fertigen Massgeölen oftmals Gerüche beigesetzt, die unangenehm auf das eigene Empfinden wirken. Außerdem wünschen oftmals Kinder andere Massageöl als Erwachsene. Im Fachhandel gibt es zwar eine Vielzahl Babyöle, aber spezielle Massageöle für Kinder gibt es kaum. Wie angenehm ist es aber auch für Kinder sich mit einem Lavendelduft in den Schlaf massieren zu lassen. Kinder können sich nach einem anstrendenden Tag mit einem angenehmen Duft verwöhnen lassen und besser in den Schlaf sinken. Das ist für Eltern und Kinder gleichermaßen entspannend, einen Tag so angenehm zu beschließen. Es ist gar nicht schwer ein Massageöl selber zu machen. Im Gegensatz die Rezeptur ist recht einfach und mit etwas Glück hat man die meisten „Zutaten“ für ein selbst gemachtes Massageöl auch noch zu Hause. Bevor man an das Anmischen geht, braucht man ein sogenanntes Basisöl. Das ist das Öl, das letztendlich den Hauptbestandteil des Massageöls ausmacht. Dabei kann man selbst schon auf das Pflanzenöl aus dem Küchenschrank greifen. Sonnenblumenöl, aber auch Rapsöl enthalten viele Vitamine und pflegen die Haut seidig weich. Wer es etwas außergewöhnlicher haben möchte der kann zwischen anderen angebotenen Pflanzenölen wählen.

Das ABC der Basisöle für das selbstgemachte Massageöl

  • Jojobaöl
  • Mandelöl
  • Macadamiaöl
  • Sesamöl
  • Olivenöl
  • Kokosöl (muss vor dem Gebrauch erwärmt werden)
  • Palmkernöl
  • Traubenkernöl
  • Walnussöl
  • Weizenkeimöl
  • Sonnenblumenöl bzw. Rapsöl


Welches Pflanzenöl gehört in ein Massageöl?
Besonders das Jojobaöl ist hervorragend für pflegende Massagen geeignet, es hat sehr pflegende Inhaltsstoffe, sollte jedoch in raffinierter Form gekauft werden, da es ansonsten einen etwas strengen Geruch aufweist. Das Mandelöl hingegen ist absolut geruchsneutral daher kann es auch gut mit ätherischen Ölen zu einem Massageöl angemischt werden. Es ist die optimale Pflege für empfindliche, trockene Haut, die nach der Anwendung des Mandelöls wieder streichelzart werden soll. Wer es gerne etwas nussiger im Geruch hat, der ist mit dem Macadamiaöl gut beraten. Dieses zieht sehr gut in die Haut ein und eignet sich für Haut, die zu Entzündungen neigt. Das Macadamia-Nussöl gehört zu den hochwertigsten Speißeölen mit entzündungshemmenden Inhaltsstoffen. Den nussigen Geruch muss man jedoch bei der Massage mögen. Wer keine Nüsse mag, der sollte in diesem Fall bei dem Anmischen seines Masageöls auf ein geruchsneutrales Basisöl zurückgreifen.

Das Sesamöl ist ein typisches Hautpflegeöl. In Asien hat es große Tradition in Bezug auf die Kosmetik. Speziell in Indien ist es in zahlreichen Hautpflegeölen enthalten. Es öffnet nicht nur die Seele, sondern hat eine verjüngernde und straffende Wirkung auf die Haut. Besonders einprägsam ist sein typischer, sesamartiger Geruch, den man mögen sollte. Das kaltgepresste Olivenöl ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken, es hat einen intensiven Geruch und ist reich an Vitaminen. Allerdings muss man es nach der Anwendung von der Haut abwischen, da es recht dickflüssig ist und nicht vollständig von der Haut aufgenommen wird. Für die Aromatherapie ist das Olivenöl aufgrund seines intensiven Geruchs weniger geeignet. Das Kokosöl, ist ein Öl, das erst bei Handtemperaturen flüssig wird. Oft ist es etwas fest und muss so aus dem Behälter entnommen werden. Es ist absolut geruchsneutral aber ebenfalls reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Das Palmkernöl hat ähnliche Eigenschaften wie das Kokosöl. Es wird ebenfalls bei Raumtemperatur flüssig und dringt sehr tief in die Haut ein. Das Traubenkernöl ist ebenfalls sehr beliebt, es hat einen hohen Anteil an Linolsäure und erweist sich als Feuchtigkeitsspeicher. Für die Bereitung eines Massageöls ist es sehr gut geeignet, da es auch absolut geruchsneutral ist. Änhlich dem Traubenkernöl ist das Walnussöl, es hat ebenfalls einen hohen Anteil an Linolsäure und soll von der Haut sehr gut aufgenommen werden. Der Geruch des Walnussöls ist jedoch charakteristisch nussartig. Das Weizenkeimöl ist ein Klassiker in der Hautpflege. Es hat sehr positive Eigenschafte und ist reich an Vitaminen. Der Geruch des Weizenkeimöls ist jedoch erdig, getreidig. Wer für sein selbst gemachtes Massageöl keine Basisöle kaufen möchte, der sollte vorab ein Sonnenblumenöl oder ein Rapsöl aus dem Küchenschrank verwenden. Beide Öle sind relativ geruchsneutral und lassen sich optimal mit ätherischen Ölen vermengen.

Zutaten für ein Massageöl:

  • ein Fläschchen zum Abfüllen des Massageöls
  • ein Basisöl
  • ätherische Öle nach Belieben
  • oder Blüten aus dem Garten


Anleitung für ein selbst gemachtes Massageöl
Im Prinzip ist ein Massageöl leicht herzustellen. Man nimmt ein Basisöl und mischt es mit den gewünschten ätherischen Ölen. Die ätherischen Öle können so gewählt werden, dass sie laut Aromatherapie miteinander harmonieren oder an der Stimmungslage des Benutzers orientieren. Es Gibt laut Aromatherapie Düfte in der Natur, die verschiedene Stimmungslagen auslösen können und unser Gemüt somit beeinflussen. Diese Wirkung kann man sich beim selbst gemachten Massageöl zunutze machen und ein entsprechendes Massageöl für verschiedene Stimmungslagen zusammen mischen. Man muss nicht alle vorgeschlagenen Zutaten beifügen, kann sich nur auf einen Duft orientieren.

Zutaten für ein beruhigendes Massageöl sind beispielsweise:

  • Kamille
  • Lavendel
  • Rose
  • Jasmin

Zutaten für ein Massageöl, das den Körper stärkt, sind beispielsweise:

  • Bergamotte
  • Lemongras
  • Orange
  • Grapefruit

Zutaten für ein aphrodisierendes Massageöl sind beispielsweise:

  • Ylang-Ylang
  • Patchouli
  • Vetiver
  • Sandelholz

Alternative zu ätherischen Ölen
Ätherische Öle sind nicht immer sehr günstig, man kann sich beispielsweise auch ein Öl aus den Blüten aus dem Garten anmischen. Hierfür eignen sich auch Rosen sehr gut, aber auch Teebeutel können aufgeschnitten werden, und mit dem Öl angesetzt werden. Nehmen sich für so ein selbst gemachtes Massageöl einen verschließbaren Behälter in dem Sie die Blüten einfüllen und übergießen Sie diese mit Ihrem Basisöl. Lassen Sie dieses Öl einige Wochen stehen, wobei es immer wieder geschüttelt werden sollte. Nach dieser Zeit wird diese Blütenölmischen in einem Mixer zerkleinert und anschließend gesiebt und durch ein Tuch ausgepresst. Zum Schluss sollten Sie die Mischung noch filtern, um alle Rückstände in dem Massageöl zu vermeiden. Fertig ist das selbst gemachte Massageöl. Im Prinzip ist es einfach ein Massageöl auch ohne Anleitung anzumischen, man muss sich nur im klaren darüber sein, wie das Öl riechen soll, und welche Basis es enthalten soll. Dann steht dem selbst gemachten Massageöl nichts mehr im Wege!

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