Haarausfall

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Haarausfall gleich Haarausfall?

HaarausfallViele kennen das - mit zunehmendem Alter wird das Haar weniger und wächst auch spärlicher nach, solange dies in normalem Tempo voranschreitet ist das auch kein Problem - ein Problem ist es nur dann, wenn man als junger Mann oder als Frau davon betroffen ist.

Haarausfall, medizinisch auch Alopezie genannt kann jeden treffen, egal wie alt man ist.Bei Männern sind oftmals die Gene schuld am Haarausfall, hat der Vater schon früh Geheimratsecken und immer spärlicheres Haar so haben mit hoher Wahrscheinlichkeit auch seine männlichen Nachkommen schon früh damit zu kämpfen.Ein hoher Testosteronspiegel ist allerdings nicht wie weitläufig vermutet schuld an genetisch bedingten Haarausfall oder eine 'hohe Stirn' ausgelöst durch Geheimratsecken, Männer mit schütterem Haar sind also nicht 'männlicher', potenter oder leistungsfähiger als Männer mit starkem Haarwuchs, ein Irrglaube der immer noch stark verbreitet ist.

Doch zuallererst wollen wir uns mal die häufigsten Formen von Alopezie und die Behandlungsmethoden anschauen.Beim erblich bedingten Haarausfall, auch androgenetischer Haarausfall genannt, der zum Großteil nur bei Männern vorkommt, hat ein Mann mit schütterem Haar nicht etwa weniger Haare als ein Mann mit vollem Haarwuchs sondern mehr von dem Steroidhormon DHT.Hat man also viel DHT und noch dazu eine Überempfindlichkeit dagegen, so wird die Wachstumsphase des Haares verkürzt bis die Haarwurzeln schließlich ganz verkümmern und die Haare nicht mehr richtig nachwachsen.Eine Behandlung erfolgt hier meist mit Medikamenten die das DHT hemmen oder mindern, so das nach und nach die Haare wieder gestärkt werden und schließlich nachwachsen.

Kreisrunder Haarausfall

Beim kreisrunden Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, fallen die Haare wie der Name vermuten lässt nur in einem tatsächlich kreisrunden Bereich aus.Diese Art des Haarausfalls kann in jedem Alter auftreten und ist die häufigste entzündliche Haarerkrankung in Deutschland.Die Wissenschaft ist sich noch nicht einig, was genau die Ursache dafür ist.Angenommen wird, dass die körpereigene Immunabwehr die Haarwurzeln irrtümlich als feindlich einstuft und daher bekämpft.Die Behandlung erfolgt durch Gabe des Medikaments Diphenylcyclopropenon kurz DCP genannt, dieses Medikament besteht aus einem Stoff auf den jeder Mensch allergisch reagiert, durch die allergische Reaktion wird das Immunsystem von der Bekämpfung der Haarwurzeln abgelenkt und die Haarwurzeln können sich regenerieren.

Diffuser Haarausfall

Dieser trifft meistens Frauen ab dem 30.Lebensjahr, hier fallen die Haare vom ganzen Kopf ab.Die Ursachen sind noch nicht ganz geklärt, man geht jedoch davon aus, dass Stress, Eisenmangel, Schilddrüsenerkrankungen, Infektionen oder eine Fettunterversorgung Schuld sind.Hier gibt es noch keine einheitlichen Behandlungsmethoden, es wird versucht mit verschiedenen Medikamenten den Haarwuchs wieder in Gang zu bringen - im Moment leider noch nicht sehr vielversprechend.Hier können Betroffene aber auf Haarsysteme oder Perücken als Lösung zurückgreifen.

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