Aromatherapie von A bis Z

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AromatherapieDas Wort Aroma kommt aus dem Griechischen und heißt ins Deutsche übersetzt Wohlgeruch. Das Einatmen verschiedener Aromen, in Form von ätherischem Öl oder Parfum, wirkt positiv auf den menschlichen Geruchs- und Geschmackssinn. Die Speicheldrüsen beginnen reflexartig ihre Tätigkeit, es wird mehr Magensaft abgesondert und dadurch die Magen- und Darmfunktionen optimal aktiviert. Ätherisches Öl hat seinen Ursprung als Ausscheidungsprodukt in verschiedenen Pflanzen. Gewonnen wird es durch Destillation mit Wasser oder Wasserdampf, durch Auspressen oder durch eine spezielle Verfahrenstechnik unter der Zuhilfenahme von Lösungsmitteln, auch Extraktion genannt. Das so hergestellte ätherische Öl ist ein wesentlicher Bestandteil von Parfum, aber auch anderer kosmetischer Produkte, aromatischer Arzneierzeugnisse und Gewürze. Ätherische Öle regen den Appetit sowie die Verdauung an und werden als Hilfsmittel zur Geruchs- und Geschmacksverbesserung erfolgreich eingesetzt. Jede Pflanze, und somit auch jedes aus ihr produzierte ätherische Öl, hat ihre ganz eigene individuelle Wirkung auf den menschlichen Organismus. Das allseits beliebte, auch als Parfum bekannte Rosenwasser beispielsweise, wirkt entzündungshemmend. Jasmin übt eine starke erotische Anziehungskraft aus und ist ein äußerst sinnlicher Duft. Lavendel verursacht einen äußerst entspannenden Effekt und sollte deshalb als Mittel zur Stressbekämpfung eingesetzt werden. Rosmarin regt den Kreislauf an und sorgt für eine Steigerung der Fitness. Teebaumöl ist hilfreich gegen Akne und Pickel und Fenchel heilt nachweislich Bauchschmerzen. Eine wohltuende Aromatherapie unter Zuhilfenahme eines pflanzlichen Parfum kann wahre Wunder bewirken und so manches Medikament ersetzen. Der große Vorteil: Ätherisches Öl und Parfum haben keine Nebenwirkungen! Eine Aromatherapie kann daher auch jederzeit bei körperlichen und seelischen Beschwerden während einer Schwangerschaft eingesetzt werden, denn sie ist ein absolut schonendes Heilverfahren.

Eine Therapiemöglichkeit für die eigenen vier Wände

Düfte und Aromen sind die Grundlage der Aromatherapie. Die Aroma- und Duftöle sind heutzutage nichts neues mehr! Eine Duftlampe kann jeder kaufen und besonders zur kälteren Jahreszeit kann man mit einem kleinen Teelicht in der Duftlampe eine beschauliche Atmosphäre schaffen. Zudem verbreitet die Duftlampe einen feinen Duft in der Luft - so holen Sie sich die Aromatherapie nach Hause. Verschiedene Düfte erregen unser Gemüt oder wirken beruhigend. Was man jedoch nicht weiß, dass es mit den Düften mehr auf sich hat, als man als Laie denkt. Denn jeder Duft löst im Körper des Menschen besondere Funktionen aus! Und das ist die Basis der Aromatherapie! In der Aromatherapie gibt es spezielle Duftöle, die auch Schutzfunktion gegen Krankheiten haben. Besonders während der kälteren Jahreszeit, wenn Grippe und virale Infekte grasieren ist das Anwenden solcher Schutzöle sinnvoll. Dabei wird je ein Tropfen von Zitronen- und Eukalyptusöl hinters Ohr getupft. Es spricht jedoch auch nichts dagegen diese Öle in eine Duftlampe oder einen Duftverströmer zu füllen, um den Duft im Haus zu verstömen. Für jeden möglichen Gemütszustand aber auch verschiedene Krankheiten gibt es spezielle Öle und Düfte, dies sich für die Aromatherapie anbieten! Denn durch das Wohlfühlen mit Aromen und Düften mittels Aromatherapie schafft man sich eine eigene Wellness.

Wie zu Hause anwenden?

Die Anwendung von ätherischen Ölen ist im Grunde ganz einfach. Sie können sich ein duftendes Bad bereiten indem Sie Sahne oder Eigelb – als Emulgator für das Öl – mit dem Duftöl vermischen und in das Badewasser gießen. Nehmen sie dazu etwa zehn Tropfen des entsprechenden Öls und geben wie erwähnt Sahne oder Eigelb hinzu. Als Highlight können Sie die entsprechenden Blütenpflanzen – die sie als Öl benutzten auch noch zusätzlich auf die Wasseroberfläche streuen. Das schafft auch einen optischen Effekt.

Und sie wissen, dass das Auge bekanntlich mit isst. Bei Muskelverspannungen hilft beispielsweise Lavendel, bei Erkältungskrankheiten Zitrone und Eukalyptus, bei Kummer Orange oder Rose, bei Husten Zypresse und bei Erschöpfung Salbei, Lemongras und Zitronenmelisse. Sie können Duftöle aber auch in das Wasser des Zimmerbrunnens oder Neblers eintröpfeln, denn durch die Rotation des Wassers wird auch das ätherische Öl im Zimmer versträubt.

Aromen in der Öffentlichkeit?

Gibt es Aromatherapien in öffentlichen Einrichtungen? Geht man beispielsweise in die Sauna, dann wird auch ein Aufguss mit einem Duftöl gemacht. Dieser Duftaufguss ist viel angenehmer als ein Aufguss mit reinem Wasser und gehört eindeutig in die Sparte der Aromatherapie. Auch in Wellnessoasen oder bei Kosmetikern oder Masseuren können wir hin und wieder Duftöle in schicken Vasen oder Behältern stehen sehen, die feine Aromen verströmen und gezielt auf der Aromatherapie aufsetzen. Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Aromaöle für die unterschiedlichsten Aromatherapie-Anwendungen. Wichtig beim Kauf eines Aromaöls ist jedoch, dass Sie auf naturreine Öle zurückgreifen. Vermeiden Sie bei einer Aromatherapie Billigprodukte aus einem Supermarkt. Diese Öle sind mit Aromasubstanzen so vermischt und haben mit der eigentlichen Ursubstanz wenig gemeinsam - eigenen sich daher kauf für eine Aromatherapie. Gönnen Sie sich doch selber auch mal eine Aromatherapie. Diese Wellness-Anwendung ist leicht durchzuführen und erfordert wenig bis minimalen Aufwand. Wenn Sie keine Duftlampe haben oder verwenden möchten, können Sie das Öl in eine kleine Vase füllen und einen Schaschlik-Spieß aus Holz hinein stellen. Das Holz saugt das Öl auf und verströmt es dezent und gleichmäßig im Raum. Mit der Aromatherapie bringen Sie einen Hauch von Wellness in die eigenen vier Wände.

Das Räuchern als Sonderform der Aromatherapie

Eine Abwandlung der Aromatherapie ist das Räuchern. Das Räuchern ist sozusagen der Vorgänger der typischen Aromatherapie mit Ölen. Denn durch das Erhitzen oder Verbrennen von Kräutern oder Harzen werden bestimmte Aromen in der Luft freigesetzt. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Räuchermethoden. Zum einen werden im Handel so genannte Räucherkegel und Rächerstäbchen angeboten, die vor allem den Sinn und Zweck haben einen bestimmten Duft in der Luft frei zusetzen. Bei billigen Produkten werden jedoch hauptsächlich künstliche Aromastoffe an die Luft abgegeben. Wichtig ist sind die natürlichen Bestandteile des Räucherwerks. Daher können Sie um sicher zu sein reine Kräuter und Harze, die zuvor im Mörser zerrieben werden ab geräuchert. Zum Räuchern von Räuchermischungen braucht man entweder die Variante mit Räucherschale, Sand und Räucherkohle oder ein Räucherstövchen- ähnlich einer Duftlampe, jedoch mit Sieb statt Wasserschale. Die Variante mit Räucherkohle und Räucherschale hat sicherlich auch einen optischen Effekt und verstärkt das Räucherritual. Das Räucherstövchen ist mit einem Teelicht schnell entzündet und völlig unkompliziert, produziert jedoch nicht so viel Rauch- sondern das Kräuter-Aroma frei. Egal für welche Variante Sie sich entscheiden – Sie sollten sich daran erfreuen. Die Harze, Kräuter und Hölzer haben die unterschiedlichsten Wirkungen auf das Gemüt.

Bekannt ist die Anwendung von Weihrauch in der Kirche. Aber auch zu Hause kann man sich durch den rauchigen Duft verwöhnen und in Wellness schweben. Die Wirkungen des Räucherns sind sehr vielfältig und hängen von den eingesetzten Zutaten ab. Das Räuchern kann eingesetzt werden zur Steigerung der Wachsamkeit, zum Aufhellen von Stimmung, zur Öffnung des Geistes, als Schutz, zur Reinigung oder Entspannung aber auch bei körperlichen Verstimmungen oder gar als Aphrodisikum.

Ätherische Öle - Gesundheit für Körper und Geist

Schon seit langer Zeit wissen Menschen die Gerüche der Natur einzusetzen, um ihr Wohlbefinden zu steigern oder um Krankheiten zu bekämpfen. Auch heute noch macht man sich jene Gerüche zunutze - und zwar in Form von ätherischen Ölen, die unterschiedlich zum Einsatz kommen können. Ob im Dampfbad, beim Sauna-Aufguss, im Massageöl oder in der Duftlampe - die Düfte steigern unser Wohlbefinden und haben je nach Duftrichtung wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen.

Dampfbad und Sauna

Aufgrund des aktuellen Wellness-Trends wird das Besuchen von Saunen und Dampfbädern immer beliebter. Sowohl in der Sauna als auch im Dampfbad werden durch den Wechsel von Hitze zu Kälte Kreislauf und Stoffwechsel stimuliert, Verspannungen gelöst und der Körper entgiftet. Bei der Entgiftung werden Stoffwechselabbauprodukte, Schwermetalle und Krankheitsstoffe über die Schweißdrüsen und die Nieren abgeführt. Der Unterschied zwischen diesen beiden ist der, dass in der Sauna bei einer hohen Temperatur eine geringe Luftfeuchtigkeit herrscht, während letztere im Dampfbad besonders hoch ist. Auch ist das Dampfbad mit 45 bis 55 Grad wesentlich "kälter" als die Sauna. Jene Kombination wirkt sich jedoch äußerst positiv auf die Schleimhäute und Atemwege aus und sorgt zudem auch noch für eine schöne weiche Haut. Bei Erkältungen und Nasennebenhöhlenentzündungen haben sich Dampfbäder besonders bewährt, da sie dabei helfen, Verstopfungen durch Schleim zu lösen und gleichzeitig die Schleimhäute zu befeuchten. Letzteres fördert die Heilung der Schleimhäute. Um jenen Effekt zu verstärken, werden dem Wasserdampf leicht flüchtige ätherische Öle zugesetzt, welche dank des heißen Dampfes direkt in die Nebenhöhlen gelangen und dort ihre Wirkung entfalten. Ebenfalls werden sie von der Haut aufgenommen und gelangen somit direkt in den Blutkreislauf. Übrigens können Dampfbäder auch bei Akne helfen, denn sie öffnen die Poren und zudem können die antibakteriellen Stoffe Entzündungen hemmen.

Aromatherapie - Wirkung auf Gesundheit und Psyche

Werden ätherische Öle eingesetzt, um die schnelle Heilung einer Erkrankung zu fördern, spricht man von der sogenannten Aromatherapie. Eher im Vordergrund bei dieser steht jedoch nicht die Heilung, sondern vor allem die Auswirkung der Düfte auf unsere Psyche. So kann je nach Duftrichtung eine belebende oder beruhigende Wirkung erzielt werden. Gibt man diese nun dem Wasser hinzu, sprechen sie unseren Geruchssinn an und führen zu einer Sinneswahrnehmung. Beruhigend wirken dabei Düfte wie Lavendel, Kamille oder Melisse. Lemongrass, Rosenholz oder Blutorange heben die Stimmung an und Muskatnuss, Minze und Fichtennadel sind äußerst anregend. Außerdem lassen sich aphrodisierende oder konzentrationssteigernde Düfte verwenden. Zu den heilungsfördernden Düften gehören Eucalyptus, Kiefernnadeln oder Salbei.

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