Schönheitsideal

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Das Schönheitsideal im Wandel der Zeit

In jeder Gesellschaft gibt es Schönheitsideale.Diese ändern sich von Zeit zu Zeit und besonders Frauen stehen unter gesellschaftlichem Druck und wollen dem herrschenden Idealen möglichst genau entsprechen.

Schönheit von damals bis heute

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich sich das Ideal der weiblichen Schönheit oft verändert.Anhand von zeitgenössischer Kunst und anderen Überlieferungen lässt sich feststellen was als besonders attraktiv und begehrenswert galt.In der Steinzeit galt Fettleibigkeit bei Frauen als sexuell attraktiv, in der Antike wurden ein kräftiges Becken und kleine feste Brüste idealisiert.Im Mittelalter kam dann zum ersten Mal das weibliche Schönheitsbild einer schlanken mädchenhaften Frau auf.Die Frauen sollten möglichst schmal sein und es wurde Wert auf eine kleine Oberweite gelegt.Der Bauch sollte aber möglichst nach vorne gerundet sein und die Taille schmal und hoch sitzen.Blonde Locken, weiße Haut und rosa Wangen gehörten ebenso zum mittelalterlichen Schönheitsideal bei Frauen in Europa, wie eine hohe Stirn.

In der Renaissance wurde das ideale Bild der Frauen dann wieder üppiger und hatte breite Hüften.Die bevorzugte Haarfarbe war weiterhin blond und die Frauen setzten ihr Haar tagelang der Sonne aus und benutzten Tinkturen um zu diesem Ideal zu gelangen.Ab Mitte des 17.Jahrhunderts wird der Körperfülle mit der Etablierung des Korsetts entgegen gewirkt.Die Frauen sollen nun eine Sanduhrfigur haben und Kurven zeigen.Ganze drei Jahrhunderte lang zwängten sich die Frauen in Korsetts, die teilweise so eng geschnürt wurden, dass die Frauen kaum Luft bekamen und bewusstlos wurden.

Bürgertum und 20.Jahrhundert

In der Romantik werden die Frauen bevorzugt, die zerbrechlich und blass sind, so dass die ersten Diäten aufkommen.Im viktorianischen Bürgertum hingegen wird Körperfülle mit Wohlstand gleichgesetzt.Die Bezeichnung der Frauen als das „schöne Geschlecht“ entwickelt sich und Männer, die übermäßige Schönheitspflege betreiben werden als verweichlicht und weibisch bezeichnet.Kurz vor der Jahrhundertwende ändert sich dieses Bild, Fettleibigkeit wird mit Faulheit verbunden und Schlankheit gilt sowohl bei Männern als auch bei Frauen als Ideal.Eine gebräunte Haut und das Treiben von Sport werden zum Muss für jeden, der nicht diskriminiert werden will.In den Zwanzigern des 20.Jahrhunderts wird der Busen abgebunden, die Haare kurz geschnitten, die Augen schwarz umrandet und die Lippen sind möglichst voll und werden mit roten Lippenstift geschminkt.

Um berühmte Frauen, die nach der öffentlichen Meinung dem Schönheitsideal besonders entsprechen, entsteht ein nie da gewesener Kult und sie werden zu Schönheitsikonen.Um den geltenden Schönheitsidealen näher zu kommen haben Frauen seit Jahrhunderten schon Mittel und Wege.Seit einigen Jahrzehnten sind Schönheitsoperationen weit verbreitet und werden genutzt um den Körper subjektiv zu verschönern.Besonders die Brustvergrößerung und kosmetische Nasenkorrekturen haben großen Anklang bei den Frauen gefunden, wobei das Alter der Patientinnen stetig sinkt und es vorkommt, dass sich bereits junge Mädchen für einen ästhetischen Eingriff unter Vollnarkose entscheiden.Doch solche Operationen werden grundsätzlich nur am voll ausgereiften Körper ausgeführt - bei Minderjährigen, bei denen das noch nicht der Fall sein sollte, wird kein ausgebildeter Arzt eine solche Operation durchführen.

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