Schuhe

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In Deutschland kommen 98 Prozent aller Kinder mit gesunden Füßen zur Welt.Dennoch haben lediglich 38 Prozent der Erwachsenen Bundesbürger gesunde Füße.In sehr vielen Fällen ist das Tragen von falschem und ungesundem Schuhwerk im Kindesalter dafür verantwortlich, dass Erwachsene mit ihren Füßen Probleme haben.

Im Rahmen der Kampagne „Kinderfüße auf dem Prüfstand“ wurden rund 1.500 Kindergartenkinder an den Füßen untersucht.In der Untersuchung konnte festgestellt werden, dass jedes fünfte Kind an den Füßen Druckstellen, Schwielen, Warzen oder Nagelpilz hat.Bei knapp 70 Prozent der untersuchten Kinder konnte festgestellt werden, dass sie nicht das passende Schuhwerk tragen.

Es ist in Deutschland nicht leicht, die passenden Kinderschuhe zu finden.Auf die Größenangaben auf den Schuhen ist kein Verlass.Sie sind nicht EU-weit genormt und werden nicht kontrolliert.Die Größenangaben auf den Schuhen dienen den Herstellern lediglich als Orientierung.Als Richtwert dient dabei der so genannte „Pariser Strich“ - die Schuhgröße mal 6,6 Millimeter.Auf Leisten mit dieser Größe werden die Schuhe angefertigt und bei der Herstellung oftmals viel zu früh von der Leiste gezogen.Dadurch schrumpfen die Schuhe.

Wissenschaftler kamen zu einem weiteren erschreckenden Ergebnis.Es konnte festgestellt werden, dass ungefähr 85 Prozent aller Schuhe für Kinder zu klein sind, einige sogar um bis zu fünf Nummern.Lediglich drei Prozent aller untersuchten Schuhe stimmten tatsächlich in vollem Umfang mit den Angaben überein.Wie können Eltern also herausfinden, ob ihren Kindern die Schuhe wirklich passen?

Wo drückt der Kinderschuh?

Beim Anprobieren hilft es wenig, vorne auf die Schuhspitze zu drücken, weil Kinder ihren Fuß dann meist reflexartig zurückziehen.Wenig hilfreich ist es ebenfalls, das Kind zu fragen, ob der Schuh passt.Bis zu einem Alter von zehn Jahren merken Kinder nicht, ob ihnen Schuhe zu klein sind.Ihr Nervensystem ist noch nicht dafür ausgebildet, zu großen Druck auf den Füßen wahrzunehmen.Kleine Füße sind zudem weicher und passen sich dem getragenen Schuh an.Besonders oft verändern sich die großen Zehen der Kinder unvorteilhaft.

Experten raten, vor dem Schukauf eine Schablone des Kinderfußes anzufertigen.Dazu sollte der Umriss auf Pappe nachgezeichnet werden, mit einem Spielraum von 12 bis 17 Millimetern.Kinderschuhe sollten generell nicht zu fest sein und den Kindern viel Bewegungsfreiheit gewähren.Besser als die Daumenprobe ist es zudem, die Füße im Schuhgeschäft ausmessen zu lassen.Es wird darüber hinaus empfohlen, Schuhe bevorzugt am Nachmittag zu kaufen.Füße weiten sich im Laufe des Tages ein wenig.Alle drei Monate sollten Eltern die Schuhgröße ihrer Kinder überprüfen.In mehreren Schüben wachsen Kinderfüße im Jahr um bis zu drei Größen.

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